Mittelalter ganz nah: Burgmodell in der Pausenhalle

Seit Kurzem kann die Schulfamilie ein besonderes Ausstellungsstück bestaunen: In unserer Pausenhalle steht nun ein großes Modell einer mittelalterlichen Burg, das von der Klasse 7g gemeinsam erarbeitet wurde.

Das Projekt wurde bereits Ende des letzten Schuljahres begonnen und wurde in diesem Schuljahr im GPG-Unterricht weitergeführt und fertiggestellt. Nach vorübergehender Lagerung im Keller erhielt das Burgmodell nun endlich die Aufmerksamkeit, die es verdient: Die Klasse präsentierte ihr Werk im Rahmen des Schulmorgenkreises und stellt das Modell nun für alle Schülerinnen und Schüler aus.

Für den Bau kamen zahlreiche Materialien zum Einsatz: Verpackungen, Zeitungspapier, Kleister, Farbe, Holz und viel Heißkleber, ergänzt durch Moos und Steine aus dem Schulgarten. Mit großem handwerklichem Einsatz, Ausdauer und Teamarbeit entstand so ein beeindruckendes Modell, das eine mittelalterliche Burg anschaulich darstellt.

Ergänzt wird das Modell durch eine Info-Tafel, auf der die wichtigsten Bestandteile einer Burg verständlich erklärt werden. Viele dieser Elemente lassen sich auch direkt am Modell wiederfinden.

Wir freuen uns sehr, dass dieses aufwendige Projekt nun einen Platz in der Pausenhalle gefunden hat und von der gesamten Schulfamilie aus nächster Nähe betrachtet werden kann.

Zeitreise ins Jahr 1024 – Klasse 6g besucht das Historische Museum Bamberg

Anfang April machte sich die Klasse 6g der Werner-Grampp-Schule Kulmbach gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Eva-Maria Lechner mit dem Zug auf den Weg nach Bamberg, um das Historische Museum zu besuchen. Ziel des Tages war die spannende Sonderausstellung „Vor 1000 Jahren“, die anlässlich des 1000. Todestags von Kaiser Heinrich II. gezeigt wird. Die Ausstellung ist Teil des Heinrichsjubiläums, mit dem Stadt und Bistum Bamberg das Wirken Heinrichs II. und seiner Gemahlin Kunigunde ehren.

Die Schülerinnen und Schüler hatten bei einer lebendigen Mitmachführung die Gelegenheit, das Leben im Mittelalter hautnah zu erleben. Besonders spannend war, dass die Sonderausstellung nicht nur auf das Kaiserpaar fokussiert, sondern auch das alltägliche Leben der Menschen dieser Zeit in den Blick nimmt: in der Kaiserpfalz, in der Stadt, in den Klöstern und auf dem Land. Dabei wurden typische Fragen thematisiert, etwa: Was trugen die Menschen? Wie sah ihr Tagesablauf aus? Welche Aufgaben hatten Frauen? Und wie lebte es sich wirklich vor 1000 Jahren?

Die Führung wurde von einer engagierten Museumspädagogin geleitet, die es verstand, die Inhalte sehr anschaulich und kindgerecht zu vermitteln. Die Kinder waren sichtlich interessiert, hörten aufmerksam zu und stellten viele Fragen. In Kleingruppen durften die Schülerinnen und Schüler verschiedene Ausstellungsräume zu den gesellschaftlichen Gruppen erkunden. Im Anschluss präsentierten sie sich gegenseitig ihre spannendsten Entdeckungen.

Besonders eindrucksvoll war für viele das Erkunden eines detailgetreu nachgebauten Grubenhauses – ein Wohnhaus aus der damaligen Zeit. Zudem bestaunten die Schülerinnen und Schüler historische Schmuckstücke, Spielwürfel aus dem 15. Jahrhundert und durften sogar selbst in die Rolle eines Panzerreiters schlüpfen. Mitmachstationen ermöglichten es, mittelalterliche Kleidung zu erfühlen oder Rüstzeug in die Hand zu nehmen.

Ein weiterer Höhepunkt war das kreative Schreiben: Jede Gruppe verfasste eine Postkarte aus der Sicht einer Person des Mittelalters an die eigene Klasse. In diesen Briefen stellten sich die Schülerinnen und Schüler als mittelalterliche Figur vor und schilderten deren Alltag – eine kreative Möglichkeit, sich in die damalige Lebenswelt hineinzuversetzen.

Der Ausflug nach Bamberg war insgesamt ein voller Erfolg und ein lebendiges Lernerlebnis, das den Schülerinnen und Schülern sicherlich lange in guter Erinnerung bleiben wird.